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04.02.2010 00:33
Platz in jeder WestentascheDie neu gewählte Vorstandschaft des Vereines Theater in der Westentasche (v.I.) 2. Vorsitzende Michaela Kampka, 1. Vorsitzender Dr. Rudi Volz, Vorstandmitglieder Elfriede Hass und stehend Nancy Calero. Kleintheater Jahreshauptversammlung des "Weste" - Theatervereins brachte Neuwahlen und Ehrungen. Kuba-Tournee im April. Ulm „Die Botschaft hat in jeder Westentasche Platz, Kultur ist unsterblich, auch wenn sie oftmals ums Überleben kämpfen muss“, meinte der Intendant des Ulmer „Theaters in der Westentasche“ nach der Begrüßung der Mitglieder des Theatervereines im Ulmer Stammhaus des Theaters. Dentler sprach damit die flächendeckenden Einsparmaßnahmen an, die in der Finanzkrise auch die kulturellen Einrichtungen der Länder, der Städte und Gemeinden erfasst haben. Trotz aller Kassandrarufe konnte er von einem äußerst erfolgreichen Theaterjahr der Westentasche berichten, das allerdings vom Tod seiner Mutter, der schon zu Lebzeiten legendären Intendantin Chrischa Dentler überschattet war. Deren Gedenken stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Theatervereines Westentasche. Thomas Dentler berichtete, dass die Verstorbene bis zur letzten Minute an der Dramaturgie eines Stückes gearbeitet habe, dass bis Seite 70 vollendet sei und 2010 im Theater in der Westentasche aufgeführt werde. Auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung standen auch Neuwahlen zur Vorstandschaft. Nachfolgende Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Dr. Rudolf Volz, 2. Vorsitzende Michaela Kampka, Vorstandsmitglieder Christa Wagner, Elfriede Haas, Nancy Calero. Vorstandsmitglied und Schauspielerin Elfie Haas wurde für 50 Jahre Bühnenleben geehrt. Ununterbrochen ist sie seit 42 Jahren in den verschiedensten Rollen von Saint-Exuperys Weltmärchen „Der kleine Prinz“ präsent, das seit 42 Jahren in der Bühnenfassung von Chrischa Dentler in der Westentasche aufgeführt wird. Elfie Haas wird zu ihrem „50-jährigen Schauspieljubiläum“ noch eine Sonderehrung erfahren. Der Theaterverein hat sich 2009 besonders in den Veranstaltungen zu den Menschenrechtserklärungen organisiert, die von 6 000 Zuschauern äußerst gut besucht waren, wie der 1. Vorsitzende Dr. Volz berichtete. Bei Aufführungen außerhalb des Westentaschenprogrammes spielte das Ensemble oder deren Einzelmitglieder in Asylantenheimen, Schulen, bei öffentlichen Veranstaltungen und auf Bühnen in Deutschland und im Ausland. Auch 2009 wurde das Theater in der Westentasche von der UNESCO ausgezeichnet und war zum Beispiel als Kulturbotschafter nach Russland eingeladen, wo Thomas Dentler mit Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns“ in allen großen Printmedien, sowie den Rundfunk- und Fernsehanstalten höchste Anerkennung erfuhr. Im April 2010 steht wieder eine Kuba-Tournee des Theaters an, deren Vorbereitung im Augenblick im Fokus der Vereinsarbeit und der Theaterleitung steht. Dieser Tournee wird eine Gegeneinladung kubanischer Kulturschaffender nach Deutschland folgen. „Ihr seht, die Kultur wird nicht sterben“, meinte Thomas Dentler zum Schluss der Jahreshauptversammlung noch einmal. |
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